Freitag, 30. August 2013

Translation for runaways…

Unbenannt

Wie wir letzte Woche gelernt haben, ist die maschinelle Übersetzung also nicht die Lösung für internationale Unternehmen, um zum Erfolg zu gelangen.

Aber ich möchte euch ja nicht auf die Folter spannen und euch deshalb einige Informationen liefern, wie wir auf eine gute Übersetzung hinarbeiten können:

Im letzten Eintrag tauchte bereits der Begriff „CAT-Tools“ auf. Wer sich jetzt darunter flauschige Spielzeugmäuse für Hauskatzen vorstellt, ist jedoch auf dem Holzweg.

Bei den CAT-Tools handelt es sich um computergestützte Übersetzungsprogramme (genauer: CAT=„Computer-aided Translation“ oder auch „Computer-assisted Translation“), die dem Übersetzer und nicht zuletzt auch dem Kunden die Übersetzungsarbeit erleichtern.

Wie sie das tun? CAT-Tools bestehen aus verschiedenen Komponenten, meist aus einem sogenannten Translation-Memory-System (kurz TMS) und einer Terminologiedatenbank. Die zu übersetzenden Dokumente können in das jeweilige CAT-Tool eingelesen werden und dort übersetzt werden. Anschließend an die Übersetzung wird diese im TMS und der Terminologiedatenbank gespeichert. Das heißt, bereits übersetzte Wörter und Sätze sind danach für jede weitere Übersetzung abgespeichert und verwendbar.

Was ist die logische Schlussfolgerung? Alle folgenden Übersetzungen können schneller und konstanter angefertigt werden!

Wieso dies auch dem Kunden nützt? Wenn der Übersetzer mit Hilfe von CAT-Tools schneller und effizienter übersetzen kann, erhält der Kunde die Übersetzung schnell und kann noch dazu Kosten einsparen.

Warum? Das erfahren wir beim nächsten Blogeintrag, wenn es wieder heißt „Aus dem Leben eines Übersetzers…“

(Quelle Bild: http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/bild144980_v-teaserTop_zc-11a84362.jpg%3Fversion%3D10145)

Freitag, 23. August 2013

I see black machine translation

Nein, das ist keine neue englische Redewendung.

Vielmehr habe ich versucht, über ein gängiges maschinelles Übersetzungstool den Satz „Ich sehe schwarz für maschinelle Übersetzungen“ die Qualität dessen zu testen. Das Ergebnis spricht für sich.

Zugegeben, es ist ein kostenfreies Tool und es hat sich in den letzten Jahren schon sehr stark verbessert. Viele Übersetzungen sind durchaus korrekt oder zumindest sehr leicht verständlich.
Muss ich also in den nächsten Jahren Angst um meinen Job haben?
Ich denke nicht. Es wird sicherlich meine Arbeit unterstützen, indem es zum Verständnis beiträgt. Allerdings auch nicht mehr. Zusammen mit den heute schon sehr gut funktionierenden CAT-Tools bildet es einfach eine weitere Brücke.

Jedoch wage ich zu behaupten, dass richtige Qualität damit nicht erzeugt werden kann – vor allem dann nicht, wenn die Sätze komplexer werden und in nicht so gängige Sprachen übersetzt werden sollen.

Daher auch noch ein Schmunzler zum Abschied:
Versucht es doch einmal selbst mit einem längeren Text. Ich habe es gerade getan und das Ergebnis:

I only understand station.

Dienstag, 20. August 2013

Wie man sich mit Geräten anfreundet...

Beginnen möchte ich dieses Mal mit einem Zitat, das ich in einem Artikel der Spiegel Online gelesen habe:

„Bei einem Produkt gibt es zwei Momente der Wahrheit: Der erste ist im Laden, bei der Auswahl. Und der zweite ist zu Hause, wenn du versuchst, es zum ersten Mal zu benutzen. Da entscheidet sich, ob das Produkt dein Freund wird."
(Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/gebrauchsanleitungen-erklaerungsnot-an-der-ofentuer-a-406043.html)

Ob das Produkt nun „dein Freund“ wird, hängt vor allem davon ab, ob die Bedienungsanleitung verständlich ist, also ob du dich mit der Handhabung des gekauften Geräts „anfreunden“ kannst. Wenn es sich dabei um von ausländischen Firmen produzierte Geräte handelt, trägt dazu nicht zuletzt eine gute und verständliche Übersetzung der Bedienungsanleitung bei.

In meinem Fazit im vorletzten Eintrag ging es ja um Professionalität.
Mein Tipp heute an jedes international agierende Unternehmen: Machen Sie es sich zum Ziel, dass Ihre internationalen Kunden sich mit Ihren Produkten anfreunden!

Donnerstag, 15. August 2013

Eindeutig zweideutig!

Herzlich willkommen zur neuen Rubrik meines Blogs.

Nichts liebt ein Übersetzer so sehr wie Ambiguität.
Wenn man tagtäglich mit technischen Übersetzungen zu tun hat, da sieht man schon so einiges. Am meisten Spaß macht es, völlig kontextlose Texte zu übersetzen. Der Kunde denkt sich natürlich nichts dabei, wenn er zusammenhanglose Wortlisten schickt mit der Anweisung: Übersetzt das mal ins Taiwanesische.
Klar, machen wir.
Wenn man dann die Wortliste öffnet und einem als erstes das Wort „Spanner“ ins Auge springt, tja, was macht man dann?
Wie würdet Ihr übersetzen?
Fortsetzung folgt…

Mittwoch, 14. August 2013

"Nicht während des Schlafs benutzen"

Einen kleinen Einblick, wie Übersetzen nicht geht, konnten wir ja bereits in meinem letzten Beitrag bekommen. Na gut, missglückte Übersetzungen von Speisekarten können da noch mit einem Schmunzeln abgetan werden. Schwieriger wird’s jedoch, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht, wie zum Beispiel um Übersetzungen im technischen Bereich. Wer hat sich noch nie ein Gerät gekauft und sich über die schlechte Übersetzung der Gebrauchsanweisung beklagt, die einfach so dermaßen unverständlich ist, dass diese beim nächsten Kauf eines Gerätes umgehend ungeöffnet in den Müll befördert wird?

Auch die Süddeutsche Zeitung hat dafür einige sehr anschauliche Beispiele zusammengestellt:

http://www.sueddeutsche.de/digital/kuriose-bedienungsanleitungen-teutonische-gemuetlichkeit-fuers-heim-1.11310

Das lässt uns nachhaken: Zeugt es von Professionalität, wenn ein Hersteller eine solche Gebrauchsanweisung in die Welt hinausschickt?
Denkt mal drüber nach…

Freitag, 9. August 2013

So geht Übersetzen nicht

Fangen wir doch gleich mit ein paar lustigen Übersetzungsbeispielen, die die Mitteldeutsche Zeitung zusammengesucht hat, an. Übersetzen – vor allem mit Qualität – will einfach auch gelernt sein. Derzeit kann meines Erachtens keine Software einen „menschlichen“ Übersetzer vollständig ersetzen. Es sei denn, solche Übersetzungen sind tatsächlich gewollt...

http://www.mz-web.de/reise,20643006,17500946.html

Puh, ich bin so aufgeregt...

Mein erster Blogeintrag.

Tja, worum wird es gehen? Ich denke, der Titel verrät doch schon einiges.

Ich bin studierte Übersetzerin und habe tagtäglich mit den Kuriositäten dieser Branche zu tun. Wahnwitzige Quelltexte, lustige bis unglaubliche Übersetzungen, komplett schräge Vorstellungen – es gibt Nichts, das ich nicht schon erlebt habe.

Das möchte ich gern mit euch teilen.

Zusätzlich möchte ich dazu beitragen, dass Übersetzungen auch als das gesehen werden, was sie sind – das Ergebnis ehrlicher und auch komplexer Arbeit. Außerdem möchte ich Themen, die mit meinem Job zu tun haben, erläutern.

Ich freue mich auf Euer Feedback. Vielleicht schlagt ihr ja auch Themen vor oder stellt fachspezifische Fragen?

Bis dahin

Die Übersetzerin

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